Anti-Schwarzer Rassismus: Kontrollierte Körper, überwachte Mobilität und die Kunst der Intervention

Roundtable mit Vanessa Thompson, Claudia Wilopo, Mohomodou Houssaba und  Serena Dankwa (Moderation)

09 September 2020 20:00 – 21:30: Kaserne Basel Rossstall 2, Klybeckstrasse 1b, 4057 Basel

Wessen Körper bewegen sich nahtlos über Grenzen hinweg und wessen Körper werden systematisch angehalten, kontrolliert und überwacht? Wem wird Subjektstatus gewährt, und wer wird methodisch mit handelbaren Gütern verglichen, die im Hinblick auf den sozialen und wirtschaftlichen Wert, der aus ihnen gewonnen werden kann, gedacht werden? Dieser Austausch im Rahmen eines Roundtables zielt darauf ab, die Körper- und Bewegungspolitiken in ihrem Verhältnis zur Kolonialgeschichte, zu rassifiziertem Kapitalismus und Warenrassismus zu sezieren. Im Einklang mit dem internationalen Jahrzehnt für Menschen afrikanischer Abstammung werden wir uns auf Manifestationen von institutionellem Rassismus konzentrieren – von wirtschaftlicher Diskriminierung und Bildungsunterschieden bis hin zu rassistischen (Polizei-)Kontrollen sowie auf verschiedene Formen des Othering und der S/Exotisierung, die sich insbesondere auf das Alltagsleben Schwarzer Menschen auswirken. Wir werden die Frage stellen, wie Erfahrungen des alltäglichen, gegen Schwarze gerichteten Rassismus Teil der Politiken der Körper und der Mobilität sind und auf welche Weise sie durch Geschlecht, Sexualität, Klasse, Nation und Hautfarbe sowohl historisch als auch in der heutigen, zunehmend visuellen Kultur beeinflusst werden. Schliesslich werden wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen der Kunst als Intervention in den strukturellen Rassismus in der Schweiz und darüber hinaus befassen.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen von The Art of Intervention statt und in Kooperation mit der Graduate School of Social Sciences, dem Zentrum für Gender Studies der Universität Basel sowie mit der Unterstützung der Kaserne Basel.

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